So genannter FŸhrerbunker in Berlin Mitte

Joris Nieuwint

Blick in nordšstliche Richtung zum ursprŸnglich unterirdischen Hauptzugang des ãFŸhrerbunkersÒ. Zu erkennen ist die relativ schwach dimensionierte Stahlbetondecke des Vorbunkers. Der massiver ausgefŸhrte Hauptbunker befindet sich links au§erhalb des Bildes. Rechts: AbrisstrŸmmer, dahinter der frŸhere Dienstsitz des ãStellvertreters des FŸhrersÒ, jetzt ãStaatsverlag der DDRÒ an der Otto-Grotewohl-Stra§e (Wilhelmstra§e). Links hinter dem Bunker: Baukran des Ostberliner VEB Tiefbau. Im Vordergrund roter Wasserschlauch zum Abpumpen des Grundwassers.
Der so genannte FŸhrerbunker diente Hitler und seinem engeren Stab als gegen Fliegerbomben und Artillerie geschŸtztes militŠrisches Hauptquartier in Berlin. Die autarke Schutzanlage auf einer FlŠche von ca. 250 qm war in mehreren Bauschritten zwischen 1935 und 1945 im Garten der Neuen Reichskanzlei durch das Bauunternehmen HochTief AG errichtet worden. Sie lag im Zentrum eines teilweise durch unterirdische GŠnge verbundenen Bunkersystems im frŸheren Berliner Regierungsviertel an der Wilhelmstra§e. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs entzogen sich in dem durch bis zu 4.00 Meter starke Stahlbetondecken geschŸtzten Doppelbunker unter anderem Hitler und Goebbels der Verantwortung fŸr ihre Terrorherrschaft durch Selbstmord. In den spŠten 1940er und 50er Jahren erfolgte die teilweise Sprengung der Anlage durch die Sowjetarmee. Das planierte Areal wurde ab 1961 Sperrgebiet direkt an der Berliner Mauer. Die weiter westlich gelegenen Bunker der Neuen Reichskanzlei befanden sich nun unterhalb des Todesstreifens.
Im Rahmen eines Wohnungsbauprojektes an der Otto-Grotewohl-Stra§e (Wilhelmstra§e) wurden die unterirdischen Anlagen šstlich der Berliner Mauer 1987/88 ausgegraben und bis auf die Bodenplatten beseitigt. Das vorliegende Foto entstand wŠhrend dieser Abrissarbeiten.